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Anhaltische Deutsche Gesellschaft

 

 

Satzung der „Anhaltischen Deutschen Gesellschaft e.V.“

Präambel

In der Erkenntnis, dass die freie Ausübung von Wissenschaft und Künsten und ihre Förderung ohne das Bekenntnis der Bürger hierzu gefährdet bleibt, sieht sich die Gesellschaft, die sich diese Satzung gibt, in der geistigen Tradition der „Anhaltischen Deutschen Gesellschaft“ von 1761, die sich dem Dienst an Wissenschaft und Kunst verschrieben hatte.
Als Ausdruck des Bürgersinns nimmt sie deren Anliegen wieder auf mit dieser Satzung.

§ 1

(1) Der Verein führt den Namen "Anhaltische Deutsche Gesellschaft e.V.".
(2) Er führt nach Eintragung in das Vereinsregister den Namenszusatz
„eingetragener Verein“ in der abgekürzten Form „e.V.“.

§ 2

Der Verein hat seinen Sitz in Dessau.

§ 3

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
Zweck des Vereins ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung, Erziehung, Künste und Kultur. Die Tätigkeit des Vereins soll zur Gründung einer Universität in Dessau-Roßlau führen.
Der Satzungszweck wird verwirklicht durch wissenschaftliche Vorträge und Veranstaltungen in der Öffentlichkeit, wissenschaftliche Tagungen und Symposien, um eine breite ideelle Anerkennung und finanzielle Unterstützung seines Vorhabens zu erreichen.

§ 4

Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden.

§ 5

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder des Vereins erhalten keine Zuwendung aus den Mitteln des Vereins.

§ 6

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 7

(1) Mitglied des Vereins kann jede vollgeschäftsfähige natürliche Person, jede juristische Person, nicht rechtsfähige Vereine, Handelsgesellschaften und andere Personenvereinigungen einschließlich BGB-Gesellschaften werden.
(2) Die Mitgliedschaft ist schriftlich zu beantragen.
(3) Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Die Mitgliedschaft entsteht mit Aushändigung der schriftlichen Aufnahmeerklärung.
(4) Die Ablehnung der Mitgliedschaft durch den Vorstand ist unanfechtbar.
(5) Ein Aufnahmeanspruch besteht nicht.

§ 8

(1) Die Mitgliedschaft erlischt durch Austritt aus dem Verein, der nur zum Schluss eines Kalenderhalbjahres zulässig ist.
(2) Der Austritt ist dem Vorstand schriftlich spätestens einen Monat vor dem jeweils zulässigen Austrittszeitpunkt zu erklären. Zur Einhaltung der Frist ist der rechtzeitige Zugang der Austrittserklärung erforderlich.

§ 9

(1) Die Mitgliedschaft endet außerdem durch Ausschluss.
(2) Der Ausschluss aus dem Verein ist nur aus wichtigen Gründen zulässig.
(3) Über den Ausschluss entscheidet auf Antrag des Vorstands die Mitgliederversammlung.
(4) Der Vorstand hat seinen Antrag dem auszuschließenden Mitglied mindestens zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung mit Gründen schriftlich mitzuteilen.
(5) Eine etwaige Stellungnahme des auszuschließenden Mitglieds ist in der über den Ausschluss entscheidenden Mitgliederversammlung zu verlesen.
(6) Der Ausschluss des Mitglieds wird mit der Beschlussfassung wirksam und wird dem ausgeschlossenen Mitglied, sofern es in der Mitgliederversammlung nicht anwesend ist, durch den Vorstand unverzüglich bekannt gemacht.

§ 10

(1) Die Mitglieder haben einen Mitgliedsbeitrag zu leisten.
(2) Die Höhe des Beitrags bestimmt die Mitgliederversammlung.
(3) Der Beitrag ist monatlich im Voraus zu leisten und für den Eintrittsmonat voll zu entrichten.
(4) Eine Aufnahmegebühr wird nicht erhoben.

§ 11

Organe des Vereins sind
a) der Vorstand
b) die Mitgliederversammlung

§ 12

(1) Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, der den Präsidenten bei Verhinderung vertritt, dem Schriftführer und dem Schatzmeister.
(2) Je zwei Vorstandmitglieder vertreten gemeinsam.
(3) Der Vorstand wird durch Beschluss der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren bestellt. Er bleibt bis zur satzungsgemäßen Bestellung des nächsten Vorstandes im Amt.
(4) Das Amt eines Mitglieds des Vorstands endet mit seinem Ausscheiden aus dem Verein.
(5) Verschiedene Vorstandsämter können nicht in einer Person vereinigt werden.
Bis zur nächsten Vorstandswahl kann die Funktion des Schriftführers durch ein anderes Vorstandsmitglied übernommen werden.

§ 13

Die Vertretungsmacht des Vorstands ist mit Wirkung gegen Dritte in der Weise beschränkt (§ 26 BGB), dass zum Verkauf oder Erwerb, zur Belastung von und zu allen Verfügungen über Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte sowie zur Aufnahme eines Kredits die Zustimmung der Mitgliederversammlung erforderlich ist.

§ 14

(1) Die Mitgliederversammlung ist zu berufen
a) wenn es das Interesse des Vereins erfordert, jedoch mindestens
b) jährlich einmal, möglichst in den ersten Kalendermonaten eines Kalenderjahres
c) bei Ausscheiden eines Mitglieds des Vorstands binnen eines Monats.
(2) Der Vorstand hat in der nach Absatz 1 Buchstabe b stattfindenden Mitgliederversammlung einen Jahresbericht zu erstatten und eine schriftliche Jahresabrechnung vorzulegen und die Versammlung über die Entlastung des Vorstandes einen Beschluss zu fassen.

§ 15

(1) Die Mitgliederversammlung ist vom Vorstand schriftlich unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen unter Mitteilung der Tagesordnung einzuberufen.
(2) Die Frist beginnt mit dem Tage der Absendung der Einladung an die letzte bekannte Mitgliederanschrift.

§ 16

(1) Beschlussfähig ist jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung.
(2) Zur Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins ist die Anwesenheit von zwei Dritteln der Gesamtheit der Vereinsmitglieder erforderlich.
(3) Ist eine zur Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins einberufene Mitgliederversammlung nach Absatz 2 nicht beschlussfähig, so ist vor Ablauf von einem Monat eine weitere Mitgliederversammlung mit derselben Tagesordnung einzuberufen.
Die weitere Versammlung darf frühestens zwei Monate nach dem ersten Versammlungstag stattfinden, hat aber spätestens vier Monate nach diesem Zeitpunkt zu erfolgen.
(4) Die neue Versammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.
(5) Die Einladung zu der weiteren Versammlung hat einen Hinweis auf die erleichterte Beschlussfähigkeit zu enthalten.

§ 17

(1) Es wird durch Handzeichen abgestimmt. Auf Antrag von mindestens 5 der Anwesenden ist schriftlich und geheim abzustimmen.
(2) Bei der Beschlussfassung entscheidet die einfache Mehrheit der erschienenen Mitglieder.
(3) Zu einem Beschluss, der eine Änderung der Satzung enthält, ist eine Mehrheit von drei Vierteln der erschienenen Mitglieder erforderlich.
(4) Zur Änderung des Zwecks des Vereins ist die Zustimmung aller Mitglieder erforderlich; die Zustimmung der nicht erschienenen Mitglieder muss schriftlich erfolgen.
(5) Zur Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins ist eine Mehrheit von vier Fünfteln der erschienenen Mitglieder erforderlich.
(6) Stimmenthaltungen und bei schriftlicher Abstimmung ungültig abgegebene Stimmen zählen für die Mehrheiten der erschienenen Mitglieder als NEIN-Stimmen.

§ 18

(1) Über die in der Versammlung gefassten Beschlüsse ist eine Niederschrift aufzunehmen.
(2) Die Niederschrift ist von dem Vorsitzenden, der die Versammlung schließt, zu unterschreiben.
(3) Jedes Mitglied ist berechtigt, die Niederschrift einzusehen.

§ 19

(1) Nach Auflösung des Vereins erfolgt die Liquidation durch den Vorstand.
(2) Bei Auflösung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke ist das Vermögen des Vereins zu steuerbegünstigten Zwecken zu verwenden. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Genehmigung des Finanzamtes ausgeführt werden.

Dessau-Roßlau, 16. Juni 2010